An zwei Maitagen waren wir unterwegs, um mit den kulturpolitischen Sprecher*innen von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen ins Gespräch zu kommen. Im Gepäck: unsere zentralen Anliegen – von den Konsequenzen der Kulturentwicklungsplanung (KEP) über das geplante Kulturfördergesetz bis hin zu Fördermöglichkeiten im ländlichen Raum, Kofinanzierungstöpfen, Wahlkampfpositionen und der Bedeutung von Jugendarbeit in der kulturellen Bildung und die Situation der Jugendkunstschulen.
In Nassau trafen wir auf den Vertreter der SPD, der sich sofort für unsere Themen erwärmen konnte. Besonders der ländliche Raum und die Idee eines Kofinanzierungstopf für Bundes- und EU Anträge stießen auf offene Ohren. Wir wurden gebeten, Ideen zum Kulturfördergesetz schriftlich zu formulieren – ein deutliches Zeichen für das Interesse.
Am nächsten Tag stand die CDU auf dem Programm. Bei unserem Besuch im Abgeordnetenhaus in Mainz war schnell klar, dass auch hier große Schnittmengen bestehen, die Bedarfe und Förderwürdigkeit der freien Szene und somit der Soziokultur, kulturellen Bildung und Jugendkunstschulen in einem Kulturfördergesetz zu verankern, wäre ein klares Bekenntnis zu ihrer Bedeutung. Es wurde auch lebhaft über die schwierige finanzielle Lage der Kommunen in Rheinland- Pfalz und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Kultur diskutiert.
Im Anschluss sprachen wir ebenfalls im Abgeordnetenhaus in Mainz mit Vertreter*innen von Bündnis 90/Die Grünen. Besonders positiv fiel das gezielte Nachfragen zu unseren Themen auf – unter anderem zum Kulturfördergesetz – und auch das Thema Nachhaltigkeit wurde in den Blick genommen. Geplant ist, unsere Anliegen im Rahmen des Wahlkampfs in die interne Programmrunde einzubringen, auch wenn die Resonanz insgesamt eher verhalten wirkte. Wie bei den anderen Parteien war man sich jedoch einig: Kultur und Bildung gehören in ein gemeinsames Ministerium.
Zwei Tage voller Gespräche, Eindrücke und Impulse – und mit dem Gefühl, dass unsere Themen in der Landespolitik angekommen sind.